Beschlussvorlage - 2025/44
Grunddaten
- Betreff:
-
„Sulzbacher Umschau“ – Aktueller Stand und Entscheidung über das weitere Vorgehen
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- Fachbereich V
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und allgemeine Angelegenheiten
|
Vorberatung
|
|
|
●
Erledigt
|
|
Stadtrat
|
Entscheidung
|
|
|
|
18.09.2025
|
Beschlussvorschlag
- Die Einholung von Angeboten zur Vorbereitung einer Vergabe für die Herstellung, Lieferung und den Vertrieb eines Mitteilungsblattes der Stadt Sulzbach, welches folgenden Mindestkriterien entsprechen muss, wird beschlossen:
Vertragsdauer ein Jahr mit Verlängerungsoption; gedruckte Ausgabe ab dem 01.01.2026; wöchentliche Erscheinung; Zustellung in möglichst alle Haushalte der Stadt Sulzbach; kostenlose elektronische Übermittlungsmöglichkeit für zur Veröffentlichung vorgeschlagenen Texten (Content-Management-System); Digitale Ausgabe; neben dem „amtlichen Teil“ in redaktioneller Verantwortung der Stadt (mindestens sieben Seiten Din A4 oder vergleichbare Größe wöchentlich) sollte auch ein redaktioneller Teil in Verantwortung des Verlages vorhanden sein, in dem bspw. Vereine, Kirchen, Organisationen etc. ihre aktuellen Nachrichten veröffentlichen können; komplett vierfarbiger Druck; Mindestqualitätsstandard: Zeitungsstandardpapier.
- Das weitere Verfahren wird wie folgt beschlossen:
Eine Vergabe durch Beschluss des Stadtrates ist vorgesehen. Um eine möglichst transparente Angebotssituation zu erhalten, werden die Kriterien in öffentlicher Stadtratssitzung beschlossen und auf elektronischem und benutzerfreundlichem Weg im digitalen Amtsblatt der Stadt veröffentlicht. Daneben ist beabsichtigt, Vergleichsangebote anzufragen. Die Angebote sollen bis zum 15.10.2025 bei der Stadtverwaltung eingegangen sein.
Sachverhalt
Der derzeit gültige Vertrag läuft bis zum 31.12.2025 und wurde von Seiten des Verlages zum 30.06.2025 für den 31.12.2025 gekündigt. Von Verlagsseite wurde ausführlich begründet, warum die Kündigung ausgesprochen wurde und der Stadtrat wurde mehrfach, zuletzt in seiner Sitzung vom 22. Juli 2025, über den aktuellen Stand informiert.
Im Zuge der Digitalisierung investiert die Stadtverwaltung bereits seit längerem viel Zeit in den Ausbau der digitalen Medien und Social Media. So werden bereits Stand heute zeitnah Beiträge über das aktuelle Geschehen, Veranstaltungen, Bürgerinformationen usw. sowohl auf der Homepage als auch in den sozialen Medien veröffentlicht. Dies kann insbesondere auch dadurch ermöglicht werden, dass die Pressestelle der Stadt Sulzbach nun durch erhöhte Begleitung vor allem der Abendtermine und an Wochenenden nahezu über jede Veranstaltung berichtet. Damit werden bereits jetzt zahlreiche Bürgerinnen und Bürger erreicht, was sich in einer Steigerung bei der Reichweite und den Interaktionen zeigt.
Seit Jahresbeginn stiegen die Reichweite, die Interaktionen und die Zahl der Follower auf Facebook und Instagram deutlich an – ein klarer Hinweis darauf, dass immer mehr Bürgerinnen und Bürger die digitalen Kanäle aktiv nutzen.
Auf Facebook erreichten die städtischen Inhalte 56.142 Menschen, ein Plus von 182,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Die 18.205 Aufrufe (+32,6 %) und die 146 neuen Follower (+69,8 %) zeigen eine stetig wachsende Basis. Besonders bemerkenswert ist der Anstieg der Link-Klicks um 361,9 % und der Content-Interaktionen um 110,9 % auf insgesamt 4688. Mit derzeit 1849 Followern ist die Seite vor allem bei Frauen (59,9 %) zwischen 35 und 44 Jahren beliebt. Regional betrachtet stammen die meisten Nutzerinnen und Nutzer aus Sulzbach (37,9 %), gefolgt von Saarbrücken (20 %) und Quierschied (6,2 %). Der erfolgreichste Beitrag war die Vorstellung des Projekts „Ravanusaplatz im Fokus“, der allein 7448 Menschen erreichte.
Auch auf Instagram zeigt sich ein deutlicher Aufwärtstrend: Die Reichweite stieg um 54 % auf 8231, die Aufrufe um 49,3 % auf 3005. Besonders stark entwickelte sich die Zahl der neuen Follower: mit 229 zusätzlichen Abonnenten folgen nun insgesamt 933 Nutzer dem städtischen Kanal. Die Interaktionen haben sich mit 2759 verdoppelt, die Link-Klicks stiegen um 152,4 %. Die Zielgruppe ist mit 52,7 % Frauen und 47,3 % Männern ausgewogener verteilt als auf Facebook. Am stärksten vertreten sind die Altersgruppen 35–44 sowie 25–34 Jahre. Auch hier stammen die meisten Nutzerinnen und Nutzer aus Sulzbach mit 37 %, gefolgt von Saarbrücken (21,3 %) und St. Ingbert (4,8 %). Der beliebteste Beitrag war die Gedenkaktion #weremember, die 1088 Personen erreichte.
Im oben genannten Zeitraum wurden insgesamt 118 Beiträge crossmedial auf beiden Social-Media-Plattformen gestreut.
Inhaltliche Trends:
Ebenfalls gut angenommen werden Beiträge zu Bauvorhaben in der Stadt, städtischen Veranstaltungen und Stadtratsthemen. Für lebhafte Diskussionen sorgen hingegen die Themen Müll und Sauberkeit sowie Leerstand in der Stadt.
Auch bei der Internetseite ist ein deutlicher Anstieg der Besucherzahlen zu verzeichnen. Für das Jahr 2024 lag die Gesamtbesucherzahl bei rund 24.000. Für dieses Jahr, Stand 9.9.2025 liegt die Besucheranzahl bereits bei rund 37.500. Dies bedeutet einen Zuwachs von 56,4 %.
Fazit:
Die Zahlen belegen eindrucksvoll, dass Social Media inzwischen ein zentrales Instrument der Bürgerkommunikation ist. Reichweite, Interaktionen und Follower-Zahlen wachsen auf allen Plattformen deutlich. Die Stadtgesellschaft nutzt die Kanäle nicht nur zur Information, sondern auch für den aktiven Austausch.
Trotz des großen Erfolgs der digitalen Medien, ist es dennoch für die breite Information der Bevölkerung wichtig, weiterhin ein gedrucktes Mitteilungsblatt erscheinen zu lassen. Vor allem sollen so auch noch Bürgerinnen und Bürger erreicht werden, die im Zuge der Digitalisierung womöglich sonst nur eingeschränkt an Informationen gelangen. Auch wenn die gewählte Zustellungspraxis in der Vergangenheit nicht immer zum Erfolg führte, was der Stadtverwaltung oft rückgemeldet wird, so ist vor allem für die ältere und nicht medienaffine Generation nach wie vor ein Druckwerk unerlässlich. Allein aus diesen Rückmeldungen ist bereits ersichtlich wie wichtig die Information über die gedruckte Umschau von der Bevölkerung genommen wird, da ansonsten deren Nichtzustellung nicht so oft bemängelt würde und auf digitale Medien umgestiegen worden wäre.
Dieser Umstand führte auch in Friedrichstal dazu, dass der Stadtrat die Stadtverwaltung mit der Prüfung einer Wiedereinführung des gedruckten Mitteilungsblatts beauftragte hatte (Bericht Saarbrücker Zeitung vom 4. April 2025) und auch Quierschied hat sich jüngst in seiner Gemeinderatssitzung für das Beibehalten des Quierschieder Anzeiger entschieden.
Von Seiten der Stadtverwaltung wird daher vorgeschlagen, die digitalen Medien weiter auszubauen, aber auf jeden Fall noch ein gedrucktes Mitteilungsblatt per Post über einen Verlag zur Information der Sulzbacher Bevölkerung erscheinen zu lassen. Dies ist nach Prüfung nur unter den genannten Konditionen auch sinnvoll, damit eine zeitnahe Information der Bevölkerung möglich bleibt.
Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf die Anlagen verwiesen.
